KÖLN

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WAS HÄLT KÖLN VON ÖKO-FAIRER MODE?

Was ist eigentlich „öko-faire Kleidung“? Auf Spurensuche in der Kölner Innenstadt befragten Leonie Bender und Johanna Dahmen, Studentinnen von der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf, Passant_innen auf der beliebten Einkaufsmeile Hohe Straße.

Wir wollten wissen, was Kölner Konsument_innen von Ökologie, Nachhaltigkeit und Transparenz in der Mode und ihrer Produktion halten. Auch wenn die Kaufentscheidung nicht immer danach getroffen wird, so zeigen viele Konsument_innen heute schon ein Bewusstsein für die Probleme der Fairness und Ökologie in der Kleiderproduktion.

DAS KÖLNER EINKAUFSVERHALTEN

Wir, ein Team aus fünf Kölner Studentinnen wollten in Zusammenarbeit mit FEMNET e.V herausfinden, wie Kölner_innen Mode kaufen und wie groß ihre Nachfrage nach öko-fairer Mode ist. Die Untersuchung fand im Rahmen der Veranstaltung Service Learning des ProfessionalCenters in der Universität zu Köln statt. 

An mehreren Nachmittagen haben wir auf der Schildergasse, einer der meistfrequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands, eine Paper-Pencil-Befragung durchgeführt. Und das bei jedem Wetter. Mit knapp 100 Konsument_innen konnten wir sprechen, die sich Zeit für unsere etwa fünfminütige Befragung nahmen.

Dabei stellten wir fest, dass die Befragten im Durchschnitt pro Einkauf drei bis fünf neue Teile kaufen. Rechnet man dies mit der Häufigkeit des Modeshoppens zusammen, kommen sie auf ca. 60 (!) neue Bekleidungsstücke pro Jahr. Die allgemeinen Gründe für den Modeeinkauf bilden unsere Grafiken hier ab. Auf unsere Bitte, bis zu drei Gründe zu nennen, warum sie ökologisch und fair produzierte Kleidung kaufen würden, antworteten die meisten: „Gerechte Arbeitsbedingungen“, „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“. Die Antworten zeigen, dass den Kundinnen und Kunden der Unterschied zu konventionell hergestellter Kleidung offensichtlich schon bewusst ist. 

Gleichzeitig antworteten die Befragten auf die Frage, warum sie trotzdem KEINE ökologisch und fair produzierte Kleidung kaufen, dass sie nicht wissen, wo sie die entsprechenden Läden finden können. Daraus kann man schließen, dass das Interesse für ökologische und fair produzierte Kleidung durchaus vorhanden ist, aber viele nicht wissen, wo sie diese Kleidung kaufen können. So fragten wir die potentiellen Kundinnen und Kunden direkt, ob sie denn auch Interesse an einem öko-fairen Modeeinkaufsratgeber für Köln haben. Das Ergebnis: 75% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden sich gerne mit Hilfe des Einkaufsführers informieren.


Im Durchschnitt kauft Jede_r
60
Kleidungsstücke im Jahr



75%
der Befragten würden einen Einkaufsratgeber zu öko-fairer Mode begrüßen

WARUM KAUFEN WIR KLEIDUNG

Design der Kleidungsstücke

Qualität und Haltbarkeit der Produkte

Preis-Leistungs-Verhältnis

konkrete Bedarf

Modemarke

Als weniger relevant gelten den Befragten ein günstiger Preis, ausgewiesene Siegel, das Herstellungsland und die Empfehlungen von Freund_innen. Die angeblich untergeordnete Bedeutung des günstigen Preises überrascht, wenn man bedenkt, wie viele Kund_innen schwer bepackt mit Taschen von Billig- und Fast-Fashion-Modeketten auf der Einkaufsmeile herumlaufen.

We did it!