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KÖRPERKULT ...NATÜRLICH

100%ig öko-fairer Concept Store für „artgerechte Kleidung“, casual, individuell & klassische Abendmode für Frauen & Männer.

Neusser Str. 280
50733 Nippes
www.koerperkult-boutique.de

INTERVIEW Michaela Reithinger

In einer verwinkelten, gemütlichen Boutique verkauft Rebecca Diehl seit 2014 auf drei Etagen ein breites Sortiment an öko-fairer Mode. „Ich versuche, jeden Stil bedienen zu können – allerdings immer unter der Prämisse, dass ich ehrlich sagen kann, dass es mir gefällt!

Warum haben Sie Ihre Boutique Körperkult ...Natürlich gegründet?
Ursprünglich bin ich gelernte Friseurin und Visagistin. So sehr mir der Beruf Freude brachte, merkte ich doch, dass er leider nicht zu mir passte. Ich habe lange überlegt und fand viele Parallelen vom Schopf zur Mode. Beispielsweise die Farb-Form-Stil-Beratung oder die Kund_innenbetreuung. Und nun, nach zwei Jahren, hat sich das Gefühl bestätigt und ich fühle mich sehr wohl mit meiner Entscheidung!

Welche Mode bieten Sie an?
Grundsätzlich versuche ich, das Sortiment sehr breit zu halten. Ich möchte, dass meine Kund_innen vom Sport über die Unterwäsche bis hin zur Abendgarderobe fündig werden. Insgesamt würde ich die Stilrichtung im Laden als sportlich-chic, clean und leicht kombinierbar bezeichnen.

Was ist das Besondere an Ihrem Geschäft?
Es begann schon mit der Location: Ich wollte unbedingt einen verwinkelten Raum, damit der/die Kund_in möglichst weit von der Straße und dem alltäglichen Stress Abstand gewinnen kann. Ich möchte, dass in all dem Stress und der Hektik der heutigen Zeit eine Art Unterschlupf zur Besinnung und zum Atmen entsteht. Ich lasse entspannte Musik laufen oder schaffe eine leichte Atmosphäre durch fröhlich gestimmten 60er-Jahre-Flower-Power-Rock. Die Kund_innen nehmen sich ihr Lieblingsstück wie ein schönes Geschenk mit, als Erinnerung an einen Moment Entspannung. Dieses Gefühl der Ruhe, bei vollem Bewusstsein und Wohlgefühl entschieden zu haben, sollen sie bewahren und auf andere Bereiche des Lebens ausweiten.

Welche Kriterien setzen Sie als Maßstab?
Für mich ist es wichtig, dass die Labels, die ich vertreibe, GOTS oder Fairtrade und KbA gekennzeichnet sind. Wolle soll bluesign® und kbT sein und synthetische Materialien, die ich größtmöglich meide, müssen recycelt oder upcycelt sein. Ich verkaufe keine Waren, in denen Leder oder Seide verarbeitet ist. Ich möchte keine Produkte verkaufen, die mit dem Tod in Verbindung stehen.

Wie wichtig ist Ihnen Nachhaltigkeit?
Ich lebe mit zwei sehr einfachen Regeln und wenn man diese umsetzt, kommt man am Thema Nachhaltigkeit gar nicht vorbei. Erstens: Behandle jede_n, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Zweitens: Verlasse jeden Ort, wie du ihn vorfinden möchtest.

Welche Rolle spielen Trends bei Ihrem Sortiment?
Wenn man in der Modebranche arbeitet, kommt man am Thema Trend nicht vorbei. Wobei ich finde, dass wir uns heute nicht mehr so stark von Trends leiten lassen, wie es einmal war – gerade die bewusste Kundschaft hat in der Regel ihren ganz eigenen, persönlichen Stil schon gefunden.



Stand 2016