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Ethische Fragen gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Modebranche. So manche Marke wirbt mit Bio-Ware, Nachhaltigkeit oder mit sozialem Engagement. Doch was ist ökologisch nachhaltige und fair produzierte Kleidung und wo kann man sie kaufen?

Gemeinsam haben die AMD Akademie Mode & Design und die Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. im Jahr 2016 einen öko-fairen Einkaufsführer für die Stadt Köln erstellt. Diese Kooperation bildet die Basis für die Entwicklung der Webseite BUY GOOD STUFF. FEMNET hatte erstmals 2013 Kriterien zur Bewertung von Bekleidungsgeschäften zusammengetragen und die Ergebnisse in einem öko-fairen Bonner Einkaufsführer veröffentlicht. Angeregt durch diesen Einkaufsratgeber haben 2014 Studierende der AMD Einzelhändler in Düsseldorf befragt und den Print-Guide BUY GOOD STUFF und eine korrespondierende App entwickelt. 2016 führten Studierende der AMD mit Unterstützung von FEMNET eine Umfrage in Kölner Geschäften durch. Sie entwickelten dazu Fragebögen auf der Grundlage der Bonner Kriterien und unternahmen umfassende Handelsbefragungen in den Einkaufsmetropolen am Rhein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In Bonn, Düsseldorf und Köln gibt es eine große Vielfalt an Mode, die sowohl ökologischen als auch sozialen Standards folgt. Die Studierenden waren überrascht, wie modisch aktuell und attraktiv diese Kleidung ist. Nicht nur Green Concept Stores, die sich auf ein nachhaltiges Angebot spezialisiert haben, führen öko-faire Labels, sondern auch zahlreiche konventionelle Geschäfte. Über dieses Angebot möchte die Webseite BUY GOOD STUFF informieren. Ihre Gestaltung folgt dem inhaltlichen und formalen Konzept der gedruckten Ausgaben von BUY GOOD STUFF.

Neben einem Navigator zu den entsprechenden Geschäften bietet BUY GOOD STUFF Informationen über öko-faire Concept Stores und Modelabels aus den untersuchten Städten. Im Magazinteil finden sich Artikel über verschiedene Aspekte und Trends der Mode, die Frau und Mann mit gutem Gewissen kaufen können, sowie eine Fülle an Fakten rund um die Themen Ökologie und faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsproduktion. Die Einkaufsratgeber wurden zunächst in einer Auflage von je 10.000 Stück als gedrucktes Magazin erstellt und kostenlos in Geschäften und öffentlichen Stellen der Städte verteilt. Aufgrund der großen Nachfrage erfolgte 2017 dann die Überführung in diese Internetseite, mit der die empfohlenen Geschäfte leicht gefunden werden können.

Studierende der AMD aus Mode- und Designmanagement (B.A.) sowie Modejournalismus und Medienkommunikation im 4. Semester entwickelten das gestalterische und inhaltliche Konzept von BUY GOOD STUFF, dem diese Internetseite zugrunde liegt. Neben ökologischen und sozialen Fragen steht vor allem der zeitgemäße modische Blickwinkel im Vordergrund, was sich auch in der von Studierenden gestalteten Modefotostrecke äußert. Das Logo der geschützten Marke BUY GOOD STUFF entwarf Begüm Asci, Studentin des Studiengangs Marken- und Kommunikationsdesign an der AMD.

BUY GOOD STUFF FAIR FASHION SHOPPING GUIDE
KÖLN (2016)

Die zweite Printausgabe von BUY GOOD STUFF ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Studierenden der AMD Akademie Mode & Design in Düsseldorf und FEMNET e.V. unter der Projektleitung von Prof. Dr. Elisabeth Hackspiel-Mikosch (AMD) und Dipl. Des.-Ing. Annika Cornelissen (FEMNET e.V.) im Sommersemester 2016. Studierende des Studiengangs Mode- und Designmanagement (B.A.) im 4. Semester befragten mit Unterstützung von Tatjana Krischik (FEMNET e.V.) rund 700 Modegeschäfte in Köln. Studierende der Universität zu Köln und TU Köln untersuchten mit Michaela Reithinger (FEMNET e.V.) zudem das Einkaufsverhalten von Konsument_innen in Köln. So bietet die Kölner Ausgabe ein umfangreiches Bild der Nachfrage und des Angebots von öko-fairer Mode in Köln. Ferner produzierten die Studierenden der AMD neben zahlreichen redaktionellen Beiträgen über Nachhaltigkeit in der Modebranche eine attraktive Modefotostrecke vor Kölner Kulisse.

zur Onlineausgabe

BUY GOOD STUFF FAIR FASHION SHOPPING GUIDE
FAIRE MODE - SCHÖNE MODE EIN WEGWEISER FÜR FAIR UND ÖKOLOGISCH PRODUZIERTE MODE IN BONN (2017)

Mit „Faire Mode - Schöne Mode“ präsentiert FEMNET die vierte, komplett überarbeitete Auflage des Bonner Ratgebers „ Fair, fair, fair sind alle meine Kleider – fair und ökologische produzierte Mode in Bonn“ (Erstausgabe 2013, 3 Auflagen mit insgesamt 10.000 Exemplaren). Unter der Projektleitung von Gisela Burckhardt und Tatjana Krischik befragten wir mit 18 ehrenamtlichen Interviewer_innen erneut 192 Modegeschäfte, darunter 123 Einzelhandelsgeschäfte und 69 Bekleidungsketten mit Filialen im Bonner Stadtgebiet, sodass wir die Entwicklung des nachhaltig und sozial bewussten Bekleidungshandels während dieser vier Jahre beobachten konnten. Das Ergebnis: Trotz einer erschreckend hohen Verdrängung des inhabergeführten Einzelhandels durch internationale Modeketten – über 90 Geschäfte mussten schließen – wachsen sowohl das Angebot als auch das Kundeninteresse an öko-fairer Mode.
Mit „Faire Mode – Schöne Mode“ gibt FEMNET Konsument_innen eine aktuelle und attraktive Orientierungshilfe an die Hand, um durch den Siegeldschungel zu blicken und öko-faire Kleidung zu finden. Sie zeigt 61 Bonner Geschäfte, die faire, ökologische, in der EU 15 (alte EU-Länder) oder im eigenen Atelier produzierte Mode führen – von schicken Boutiquen und Schneidereien über Kinderbekleidungsläden bis hin zum Sport- und Outdoorsegment. Zudem erstellte Annika Cornelissen Portraits von 17 besonders fairen Geschäften.

zur Onlineausgabe