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Susa Flor

Faires Modelabel made im Revier - Susa Flor lässt ihre Kollektion lokal produzieren

TEXT Carolina Abalos

 

Susa Flor, deren Label genauso heißt wie sie selbst, ist ausgebildete Damenschneiderin und studierte an der Düsseldorfer Designschule Schloss Eller Modedesign. Ihre Sichtweise auf die Mode hat sich im Laufe ihres Lebens grundlegend gewandelt. Bei ihren früheren Aufenthalten in Modemetropolen, unter anderem in Paris, nahm sie Mode als Selbstverständlichkeit wahr. Erst später wurde Susa nachhaltiges und umweltfreundliches Handeln zunehmend wichtig.

In der textilen Wertschöpfungskette sollten alle Teilhabenden, vom Produzenten bis zum Konsumenten, denselben Stellenwert und Respekt genießen können. Deshalb versteht die Designerin Mode als Band, das die Menschen gleichberechtigt miteinander verknüpfen sollte.

Faire Mode made in Bochum

Das junge Modelabel hat sich seit seiner Gründung auf die regionale Fertigung spezialisiert. Jedes Teil wird im Bochumer Atelier designed und nach höchsten Qualitätsmaßstäben in einer lokalen Manufaktur im Ruhrgebiet gefertigt. So werden die Transportwege bewusst kurz gehalten und durch regelmäßige Besuche vor Ort ist der Kontakt zu den Produzenten eng und vertraut.

Ihre Kollektionen bauen aufeinander auf. In jeder neuen Produktion gibt es drei bis vier Teile, die mit den Designs vorheriger Kollektionen kombinierbar sind. Auch das ist ein Beitrag nachhaltigen Designs. KonsumentInnen können durch die Arbeit der Designerin Verantwortung für den eigenen Konsum übernehmen, die sich bis in den durchdachten Kleiderschrank fortsetzt. So richtet sich auch ihre ästhetische Linie nach der Strategie von Einfachheit und Vielseitigkeit.

Mode und Nachhaltigkeit lassen sich auch ästhetisch miteinander vereinen

Das Sortiment bietet Kollektionen im femininen, lässigen Stil an. Susa Flor möchte Frauen bequem einkleiden und nicht einengen. Ihre Mode unterstreicht, dass Frauen selbstbewusst und frei agieren dürfen. Verwendet werden nur Materialien und Stoffe, die organisch, fair und nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert sind. Materialien wie Hanf sind sportlich elegant verarbeitet. Die Designerin zeigt damit, dass sich Mode und Nachhaltigkeit auch ästhetisch gut miteinander vereinen lassen, ohne dass sie gleich dem nächsten Trend zum Opfer fallen müssen.

Noch ist das Bochumer Label exklusiv und die Modelle sind limitiert. Zu kaufen sind Ihre Kollektionen auf Anfrage über die Internetseite der Designerin. In der Zukunft möchte sich das junge Label am Markt etablieren und in kleiner und fairer Produktion Basisteile in Serie fertigen lassen.

 

Stand 2018